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Für die Einreise in die Tschechische Republik benötigen wir lediglich den Personalausweis. Nach der Abfertigungsanlage führt die Straße über die Schwarze Pockau, die hier Grenzbach ist. Gleich danach biegen wir links auf das Asphaltsträsschen nach „Kallich” (tschechisch ausgeschildert als „Kalek“) ein. Nach einem langen, aber nicht sehr steilen Anstieg, lohnt sich der Blick zurück. Man sieht den “Hirtstein” und zu seinen Füßen “Satzung”.Nun führt der Radweg stetig bergab. Zur Rechten tut sich ein noch kleines Tal auf, das Natzschungtal. Alsbald ist man auch schon im gleichnamigen Ort “Nat(z)schung”, den man nach wenigen hundert Metern durchquert hat.
Zur Linken sind die Häuser, Felder und Waldungen von Rübenau zu sehen. Weiter geht es entlang der bömisch-sächsischen Grenze durch ein kleines Waldstück nach Kallich. Hier wenden wir uns nach rechts, hinauf zur Kirchenruine. Auf einem Hügel erbaut, ist sie weithin als einzig markantes Gebäude von Kallich zu sehen. Mit finanziellen Mitteln der ehemaligen Bewohner des Ortes, den Sudetendeutschen, ist sie im Wiederaufbau begriffen.
Der Radweg wird immer steiler. Wir nähern uns dem gewaltigen Bergmassiv des Erzgebirgskammes dessen höchste Erhebung hier der 916m hohe Beerhübel ist. Vor dem Eintritt in den Wald lohnt erneut ein Blick zurück. Zu sehen ist die Streusiedlung Rübenau mit seinen zahllosen Gehöften und den sich tief einschneidenden Tälern des Baches “Rübenau” und der “Natzschung”.
Wir dringen schliesslich in die Tiefen der Rothenhauser Waldungen ein und erblicken mächtige Baumriesen, aber auch “Streichholz-Fichten”, die dem sauren Regen und den Abgasen, die bei Südwind von den Braunkohlekraftwerken im Nordböhmischen Becken hinauf auf den Erzgebirgskamm ziehen, nicht “gewachsen” sind. Die Fahrt auf dem Kamm erstreckt sich meist leicht bergauf kilometerweit. Zu sehen ist weit und breit keine Menschenseele, nur bewaldete Bergrücken.
Bevor der Weg rechts abknickt, um danach steil nach unten abzufallen, biegen wir links auf einen befestigten Waldweg ein und folgen den Wegweisern in Richtung „Ladung“ (tschechisch Ausschilderung Lesna)
In der Ferne sehen wir nun eine markante Erhebung, die von Felsgebilden gekrönt ist.Der Berg trägt den Namen „Hubladung“ und ist 924m hoch. Um zu ihm zu gelangen, biegen wir am Ende des Waldweges links auf ein Asphaltsträßchen ein und gelangen schliesslich zur Kreuzung „Kleinhan“. (Höhenmarkierung: 842m) Hier biegen wir rechts ab und steuern direkt auf den Berg zu. Die letzten 300m sind nicht asphaltiert, weshalb wir das Fahrrad schieben müssen. Oben angekommen, werden wir mit einer phantstischen Fernblick belohnt.
Wir erblicken Katharinaberg (das nächste Etappenziel), Deutschneudorf, Deutscheinsiedel, sowie auf die Bergzüge von Seiffen (Ahornberg), von Neuhausen (Schwartenberg), von Olbernhau (Hainberg) und von Rübenau (Steinhübel).
Wir nehmen den gleichen Weg zurück bis zur Kreuzung und biegen rechts ab. An der Kirche von Kleinhan vorbei, führt der Weg in Serpentinen bergab, wobei wir ca. 400 Höhenmeter überwinden. Im Tal angekommen wenden wir uns nach links, dem Ort “Böhmisch-Katharinaberg” zu. Während sich im Tal die Häuser entlang des Bächleins reihen, befindet sich der Stadtkern hoch oben auf einem Bergrücken. Um den Stadtkern zu besichtigen, ist daher der steile Aufstieg unausweichlich. Dazu folgen wir dem Hinweisschild “INFOCENTRUM” (Tourist-Info).
Oben auf dem Marktplatz angekommen, laden Bänke zur Rast ein. Nur wenige Meter von hier befindet sich das “INFOCENTRUM”. Hier kann man sich über Wanderrouten, Sehenswertes, Restaurants und Unterkünfte informieren.
Nach einem Bummel durch die Altstadt und einen Besuch im Aussichtsturm, fahren wir wieder ins Tal, stets bergab bis zum Stadtausgang. Hier führt rechts ein Weg zum Rad- und Fußgänger-Grenzübergang (nach Deutsch-Katharinaberg). Auf böhmischer Seite befindet sich ein Restaurant, das zur Einkehr einlädt. Bezahlt werden kann in Tschechische Kronen oder in Euro.
Nach der Stärkung, kehren wir zurück auf die Talstraße (auf böhmischer Seite). Diese wendet sich alsbald einer kleinen Anhöhe entgegen, um danach wieder abzufallen. Man erreicht schließlich Brandau. In Ortsmitte führt eine Straße links weg, durch saftige Wiesen dem Wald entgegen. Wir passieren noch vereinzelt Häuser, bis eine Holzschranke die Weiterfahrt für motorisierte Fahrzeuge verbietet.
Zur Rechten plätschert nun wieder die Natzschung dahin. Stets flußaufwärts fährt man durch prächtigen Fichtenwald am 140m über dem Tal aufragenden Stößerfeslsen vorbei, bis sich der Weg nach links von der Natzschung entfernt und entlang eines Baches weiterführt.
Wir sind nun im Töltzschbachtal, in dem sich bis in die 50er Jahre hinein der Ort „Gabrielahütten” befand. Einige Mauerreste zeugen noch heute davon. Auf den nun beginnenden frisch asphaltierten Radweg, ist der zu überwindende Höhenunterschied kaum zu spüren. Am Anfang des Tales lädt ein Rastplatz am Töltzsch-Stauweiher zum Verschnaufen ein.
Das Tal wird schließlich immer breiter, bis sich der Radweg mit dem von Kallich kommenden Weg kreuzt. Auf diesem fahren wir westwärts immer noch bergauf. Blickt man zurück, erkennt man am Horizont die Häuser von Kleinhahn, sowie den Berg „Hubladung“. Auf der Bergeskuppe angelangt, sind schon die Windgeneratoren von Rübenau und vom Hirtstein zu sehen.
Rasant geht es bergab. Vor uns tut sich abermals die Streusiedlung Rübenau auf. Kurz vor der Talsohle biegen wir rechts ab und überschreiten die Natzschung und damit die Grenze nach Sachsen. Es geht am alten Zollhaus vorbei. Kurz danach biegen wir an der Seniorenpension links ab und folgen dem Weg immer bergauf.
Wir kommen auf dem Kammweg heraus. Hier wenden wir uns zuerst nach links und biegen danach rechts auf den Heidenweg ein, der stets bergab auf die Kühnhaidner Fahrstraße führt. Diese führt im abwechslungsreichen bergauf und bergab nach Kühnhaide, weiter an den Wildshäusern vorbei, zurück nach Reitzenhain.
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